
Amaranth zählt zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt und erlebt in der Küche seit einigen Jahren ein deutliches Comeback. Die winzigen Körner sind vielseitig einsetzbar und bringen einen nussig-erdigen Geschmack mit. In diesem Ratgeber erfährst du, was Amaranth eigentlich ist, wie du ihn kochst oder poppst und wofür er sich in der Küche eignet.
Was ist Amaranth?
Amaranth ist kein Getreide im botanischen Sinn. Die Pflanze gehört zu den Fuchsschwanzgewächsen und ist damit weder mit Weizen noch mit Hafer verwandt. Weil die Körner in der Küche ähnlich wie Getreide verwendet werden, zählt man Amaranth – wie auch Quinoa und Buchweizen – zu den sogenannten Pseudogetreiden.
Ursprünglich stammt Amaranth aus Mittel- und Südamerika, wo er bereits von den Hochkulturen der Azteken und Inka angebaut wurde. Heute wird er weltweit kultiviert und ist auch in der europäischen Küche angekommen.
Geschmack und Aussehen
Die Körner sind sehr klein, rund und von hellbeiger bis goldener Farbe. Geschmacklich ist Amaranth kräftig nussig mit einer leicht erdigen Note. Gekocht wird er weich und bekommt eine leicht klebrige, fast cremige Konsistenz – das macht ihn zur guten Basis für Bratlinge und Aufläufe, weil die Masse von selbst gut zusammenhält.
Amaranth kochen – Schritt für Schritt
- Abmessen. Nimm ein Teil Amaranth auf etwa zwei bis drei Teile Wasser.
- Spülen. Gib den Amaranth in ein feines Sieb und spüle ihn kurz ab. Das Sieb sollte wirklich fein sein, die Körner sind winzig.
- Aufkochen. Bringe Wasser und Amaranth einmal zum Kochen und salze nach Geschmack.
- Köcheln lassen. Bei geringer Hitze und geschlossenem Deckel etwa 15 bis 20 Minuten leise köcheln lassen.
- Ausquellen lassen. Topf vom Herd nehmen und den Amaranth noch einige Minuten zugedeckt nachziehen lassen.
Gekochter Amaranth ist von Natur aus etwas klebriger als Reis oder Buchweizen – das ist normal und in vielen Gerichten sogar erwünscht.
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Amaranth poppen
Neben dem Kochen lässt sich Amaranth auch poppen – ähnlich wie Popcorn, nur im Miniaturformat. So geht’s:
- Erhitze eine Pfanne mit hohem Rand ohne Fett stark.
- Gib jeweils nur einen Esslöffel Amaranth hinein – nicht mehr, sonst wird es ungleichmäßig.
- Schwenke die Pfanne ständig. Die Körner springen innerhalb weniger Sekunden auf.
- Sofort aus der Pfanne nehmen, sonst wird der Amaranth bitter.
Gepoppter Amaranth ist luftig, knusprig und eignet sich für Müsli, selbstgemachte Riegel oder als Topping über Joghurt und Salate.
Verwendung in der Küche
- als Beilage zu Gemüse und Saucen
- als Basis für Bratlinge und Laibchen
- als Porridge mit Obst zum Frühstück
- gepoppt in Müsli, Riegeln oder als Topping
- zum Binden von Suppen und Eintöpfen
- in Aufläufen und Gemüsepfannen
Amaranth und Quinoa – der Unterschied
Beide sind Pseudogetreide, unterscheiden sich aber spürbar. Amaranth hat deutlich kleinere Körner, schmeckt nussiger und erdiger und wird beim Kochen klebriger. Quinoa bleibt körniger und schmeckt milder. Für Bratlinge und zum Binden ist Amaranth die bessere Wahl, für lockere Salate eher Quinoa.
Amaranth richtig lagern
Bewahre Amaranth kühl, trocken und luftdicht auf. Ein gut verschließbares Gefäß an einem dunklen Platz ist ideal. So bleibt das nussige Aroma lange erhalten. Gepoppten Amaranth verbrauchst du am besten zügig, damit er knusprig bleibt.
Häufige Fragen zu Amaranth
Ist Amaranth ein Getreide?
Nein. Amaranth gehört zu den Fuchsschwanzgewächsen und zählt zu den Pseudogetreiden, weil er in der Küche wie Getreide verwendet wird.
Wie kocht man Amaranth?
Ein Teil Amaranth auf zwei bis drei Teile Wasser, aufkochen und etwa 15 bis 20 Minuten leise köcheln lassen, dann kurz nachziehen lassen.
Warum wird Amaranth beim Kochen klebrig?
Das ist eine natürliche Eigenschaft der Körner. In Bratlingen und Aufläufen ist genau das praktisch, weil die Masse besser zusammenhält.
Wie poppt man Amaranth?
In einer sehr heißen Pfanne ohne Fett, esslöffelweise und unter ständigem Schwenken. Nach wenigen Sekunden sofort herausnehmen.
Was ist der Unterschied zwischen Amaranth und Quinoa?
Amaranth hat kleinere Körner, schmeckt nussiger und wird klebriger. Quinoa bleibt körniger und milder im Geschmack.

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