Von der Antike bis ins Mittelalter war Met ein beliebtes wie begehrtes Getränk. Honigwein wurde als Genussmittel geschätzt und war fester Bestandteil von Festen und Kulten. Leider geriet der Trunk in Vergessenheit. Seit einigen Jahren erfreut sich die Spirituose wachsender Nachfrage. Sie verdankt sich der großen geschmacklichen Bandbreite und Vielseitigkeit des Honigweins.
Honigwein hat eine lange Historie
Der unter dem Namen Met bekannte Honigwein kann auf eine noch ältere Geschichte zurückblicken, als es sie beim Wein gibt. Lange vor der Verarbeitung von Trauben zu Wein nutzten etwa die Wikinger, die Alten Römer und die Griechen Honigwaben, um ein alkoholisches Getränk mit feiner Süße daraus herzustellen. In manchen Regionen war dieses beliebte Getränk nicht nur ein Genussmittel. Met wurde auch zu einem Bestandteil gesellschaftlicher Feste. So nutzten die Germanen den Honigwein für bestimmte Kulte. Die rauschhafte Wirkung des Getränks wurde mit einer göttlichen Inspiration in Verbindung gebracht.
Die lange Historie des Honigweins lässt sich bereits an seinem Namen ablesen. Die Bezeichnung Met wird von Sprachwissenschaftlern auf den indogermanische Wortstamm *medhu- zurückgeführt. Dieser lässt sich mit Honig, oder mit süßes Getränk, übersetzen und bildet auch die Grundlage für manche Wörter, die es in anderen modernen Sprachen für Honig gibt.
Getrunken wurde der Honig bereits vor vielen Tausenden von Jahren in vielen Ländern der Welt. Auch bei den antiken Völker des Mittelmeerraums war er sehr beliebt. Zum damaligen Zeitpunkt war Honigwein auch weit teurer als der aus Trauben gekelterte Wein. Entsprechend hatte das Getränk einen Ruf als besondere Spezialität.
Vor allem in Nordeuropa etablierte sich der Honigwein dann zu einem festen Teil der gesellschaftlichen Kultur. Neben der germanischen Kultur und der Nutzung bei den Wikingern bekam das Getränk auch im christlichen Raum seinen Platz. Hier entdeckten die Mönche die Qualitäten des Honigweins. Sie verfeinerten ihn mit Kräutern und pflegten die Rezeptur über Generationen in den Klöstern weiter.
Als sich dann das Bier ausbreitete, geriert der Honigwein zeitweise in Vergessenheit. Seit einiger Zeit wird Met neu entdeckt. Vor allem in der Mittelalterszene ist Met eine feste Größe.
Heute ist der feine Wein nicht mehr nur ein Geheimtipp. Die abermalige Verbreitung liegt auch an den vielen Vorteilen und der geschmacklichen Bandbreite, die Met mitbringt.
Bier oder Wein? Um was handelt es sich bei Met?
Da Met heute nicht mehr so bekannt wie zur Wikingerzeit ist, tauchen oft Fragen zur Herstellung und Zusammensetzung auf. Ursprünglich wurde Met aus Honig und Wasser hergestellt. Im Laufe eines Gärungsprozesses, entsteht das alkoholische Getränk mit der honiggelben Farbe. Heute wird bei der Herstellung noch Hefe zugesetzt. Durch diese Zugabe soll die Gärung des Zuckers verbessert werden.
Aufgrund der Hefezugabe entsteht bei manchen Menschen der Eindruck, es handele sich um eine Art Honigbier. Das ist jedoch nicht der Fall. Eine entsprechende Gärung mit Reinzuchthefe findet auch bei der Zubereitung von Wein aus Trauben statt. Met wird als Honigwein klassifiziert und verspricht dir vielseitige Genussmöglichkeiten.
Trinken kannst du Met aus einem ansprechenden Weinglas. In diesem Fall werden sich die Aromen im Glas gut entfalten. Daneben hast du noch die Möglichkeit, den Honigwein aus einem Trinkhorn zu genießen. Damit knüpfst du an alte Traditionen an. Gekühlter Honigwein schmeckt auch aus Bierkrügen aus Ton gut.
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Wie und woraus trinkt man Honigwein?


Du kannst Met sowohl warm wie auch kalt trinken. In der kalten Zeit des Jahres wird der Honigwein gerne heiß getrunken. In diesem Fall stellt er eine gute und geschmacksintensive Alternative zum Glühwein dar. Er sollte in diesem Fall am besten auf eine Temperatur zwischen 50 und 55 °C aufgewärmt werden. So wärmt er den Körper von innen heraus. Gleichzeitig vermeidest du, dass der Alkohol verkocht.
Auf der anderen Seite bietet gut gekühlter Honigwein einen angenehm frischen Genuss. Diese Variante bietet sich im Sommer an. Du kannst Met in den Kühlschrank stellen oder auch bei einer Temperatur von 12 bis 16°C trinken. Du wirst jeweils feststellen, dass sich das Aroma des Honigweins je nach Temperatur ganz unterschiedlich entwickelt. Am besten probierst du
Met sowohl heiß wie auch kalt. Dann merkst du, wie er dir am besten schmeckt.
Übrigens lässt sich Met nicht nur pur, sondern auch als Mischgetränk einsetzen.
Beliebt ist die Ergänzung mit kaltem Apfelsaft. Außerdem wird der Wein auch als Ergänzung zu heißer Milch oder Tee genutzt.
Vielleicht willst du dir auch eine Spezialität mischen. Dann misch doch Honigwein mit Kirschsaft. In diesem Fall erhältst du eine Variante, die aufgrund ihrer markanten roten Färbung als Wikingerblut bekannt ist. Je nachdem, welcher Honig bei der Herstellung des Mets verwendet wurde, schmeckt das Endprodukt unterschiedlich. Es gibt darüber hinaus auch Produkte, die während der Gärung mit Kräutern versetzt wurden und deshalb einen bestimmten Geschmack entwickeln.
- Der Uhudler – eine ganz besondere Weinsorte des Südburgenlands
- Verjus – nicht Essig, nicht Saft… einfach Verjus





